++ Studie sagt: Menschen die an Verschwörungstheorien glauben sind vernünftiger ++

Verschwörungstheoretiker sind doch alle verrückt, oder? Viele halten Menschen die an Verschwörungstheorien glauben für Spinner, aber eine neue Studie aus den U.S.A. und Großbritannien zeigt: Genau das Gegenteil ist der Fall.

(U.S.A. / Großbritannien) Eine Forschergruppe aus den USA und Großbritannien, hauptsächlich bestehend aus Psychologen und Gesellschaftswissenschaftlern, haben eine neue Studie vorgestellt, welche darauf schließen lässt, dass Verschwörungstheoretiker entgegen allen Mainstream-Stereotypen vernünftiger sind als Menschen, welche die offizielle Version von Vorgängen nicht hinterfragen und umstrittene oder bestrittene Ereignisse einfach akzeptieren.

Die Psychologen Michael J. Wood und Karen M. Douglas haben ihre Studie an der University of Kent in England veröffentlicht – eine sozialpsychologische Studie von Online-Diskussionen über Verschwörungstheorien zu den Anschlägen am 11. September.

Die Forscher verglichen dazu Kommentare auf Nachrichtenseiten. Sie unterteilten dazu die Nutzerkommentare in konventionelle, verschwörungstheoretische und anti-verschwörungstheoretische Kommentare.

Wie die Forscher im Fachmagazin PubMed.gov sagen, waren sie überrascht, dass wesentlich häufiger verschwörungstheoretische Kommentare als konventionelle Kommentare abgegeben werden. Von 2.174 gesammelten Kommentaren wurden 1.459 als verschwörungstheoretisch und nur 715 als konventionell eingeordnet.

Menschen, die den offiziellen Bericht über den 11. September favorisierten, waren im Allgemeinen feindseliger. Das Verhältnis der Menschen, die Nachrichtenartikel kommentieren und die der offiziellen Darstellung der Regierung über Ereignisse wie den Anschlägen vom 11. September oder der Ermordung von John F. Kennedy nicht glauben und der Menschen, welche den publizierten Geschichten der Mainstream-Medien glauben, liegt damit bei 2:1.

Dies bedeutet, dass die verschwörungstheoretischen Kommentare mittlerweile zum Ausdruck bringen, was als allgemeine Weisheit gilt.

Die Gruppe der Menschen, die der offiziellen Version glauben – welche im Internet eine deutliche Minderheit darstellt – reagiert auf die Kommentare Andersdenkender oftmals verärgert, angewidert oder gar aggressiv. Die Forscher vermuten dahinter Frust darüber, dass die Aussagen der alteingesessenen Mainstream-Medien unter Verschwörungstheoretikern nicht mehr akzeptiert werden.

In der Studie heißt es, dass „Menschen, welche die offizielle Darstellung über den 11. September favorisierten, im Allgemeinen einen feindseligeren Ton anschlugen, wenn sie versuchten, Andersdenkende zu überzeugen“. Diese Menschen schlugen in ihren Kommentaren nicht nur einen feindseligen Ton an, sie halten die offizielle Version oftmals sogar für unanfechtbar wahr – anders als die Verschwörungstheoretiker, die oftmals weiteren Theorien offen gegenüber stehen.

Dies hängt auch damit zusammen, dass die Verschwörungstheoretiker gar nicht behaupten, dass sie die Wahrheit zu den Geschehnissen des 11. Septembers kennen. Sie zweifeln lediglich die offizielle Version der Regierung an – und das mit Argumenten, welche wiederum von der anderen Seite fehlen.

Infokrieger statt Verschwörungstheoretiker

Die Studie hat zudem gezeigt, dass Menschen, welche die offizielle Version anzweifeln, nicht gerne als Verschwörungstheoretiker bezeichnet werden – vielmehr sehen sie sich als sogenannte Infokrieger.

Der Politikwissenschaftler Lance deHaven-Smith erklärt, dass dies mit der CIA-Kampagne mit dem Begriff „Verschwörungstheoretiker“ zusammen hängt. Mit dieser Kampagne soll angeblich der Name Verschwörungstheoretiker bzw. Verschwörungstheorie in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht werden.

So werden Menschen, welche die offizielle Version einer Regierung anzweifeln, öffentlich als Spinner angesehen und man schenkt ihnen kein Gehör. Laut Lance deHaven-Smith ist dies wohl eine der erfolgreichsten Propaganda-Initiativen aller Zeiten.

Schaut man sich die Definition von dem Begriff Verschwörung an, so heißt es:

„Eine Verschwörung ist ein heimliches Bündnis mehrerer Personen mit dem Zweck, einen Plan auszuführen; dieser kann ein selbstsüchtiges, verwerfliches Ziel haben und den Schaden anderer beinhalten, aber auch die Beseitigung tatsächlicher oder vermeintlicher Missstände umfassen. Eine Verschwörung beruht also nicht notwendigerweise auf moralisch niederen Motiven, sie basiert jedoch stets auf Geheimhaltung und Konspiration.“

Laut Lance deHaven-Smith hat es die CIA-Kampagne geschafft, Menschen die einen geheimen Plan aufdecken und auf diesen Hinweisen, als verrückt da stehen zu lassen.

Man könnte sagen diese Menschen sind kognitiv / in ihrer Wahrnehmung und Auffassungsgabe begabter, oder zumindest offener und kritischer als die jenigen, die davon überzeugt sind im Vollbesitz der Wahrheit zu sein.

Sie zweifeln mehr, hinterfragen mehr, sind sich eben nicht sicher die Wahrheit zu kennen und stellen die Standpunkte der absoluten Mehrheit, zwei Drittel der Bevölkerung, dar. Tatsächlich ist der Begriff Verschwörungstheoretiker heute synonym mit dem mittelalterlichen „Ketzer“ und das dies das Ergebnis einer CIA-Kampagne ist, liegt offen.

Dem gegenüber stehen diejenigen, die ein blindes, dogmatisch anmutendes Vertrauen in die Massenmedien und ihre politischen Repräsentanten setzen und andere, die ihren Schlaf stören, noch aggressiv attackieren um ihr Weltbild und ihren „Frieden“ wahren zu können. Sie werden gerne als „Schlafschafe“ bezeichnet und stellen die Minderheit dar.

Ein aktuelles Thema der skeptischen Mehrheit: Der Anschlag von Berlin – Artikel dazu: https://goodmorningv.wordpress.com/2017/03/16/berlin-falscheflagge

Link zur psychologischen Studie:

https://kar.kent.ac.uk/36252/1/Wood%20and%20Douglas%202013%20Frontiers.pdf

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